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Mehr Lachse in Sachsen nachgewiesen

Erstmals seit 2017 liegt die Anzahl der bis Mitte November zurückgekehrten Lachse in Sachsen wieder im zweistelligen Bereich. Zum Stichtag 14. November hätten 15 Lachse und 19 Laichgruben beim Vor-Ort-Monitoring in den Laichgewässern des Einzugsgebietes der Oberen Elbe im Elbsandsteingebirge nachgewiesen werden können, teilte das Sächsische Umweltlandesamt am Sonntag mit. Lag die Anzahl der Rückkehrer 2017 noch bei 41 Lachsen, rutschte die Anzahl in den vergangenen Jahren in den einstelligen Bereich, hieß es.

Ursachen dafür sehen Fischereiexperten bei langjährigen Bauarbeiten an einem Wehr im Unterlauf der Elbe nahe Hamburg, die den Fischaufstieg erschwerten. Zudem würden Niedrigwasser und zu hohe Wassertemperaturen bis in den Spätherbst hinein für ungünstige Aufstiegsbedingungen sorgen.

Das seit Mitte Oktober verstärkte Monitoring werde voraussichtlich noch bis Anfang Dezember fortgesetzt, hieß es. Der erste „Rückkehrer“, ein Lachsmännchen mit einer Körperlänge von 85 Zentimetern, sei nahe der Kirnitzschmündung in der Elbe gesichtet worden. Ziel des Monitorings sei, die Anzahl der aufsteigenden Lachse zu dokumentieren und einzelne laichreife Fische für die künstliche Erbrütung zu entnehmen.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts sei der Lachsfang ein wesentlicher Bestandteil der Elbfischerei gewesen. Um 1928 sei sie aufgrund mehrerer Faktoren, wie der Gewässerverschmutzung, endgültig verschwunden. 1995 konnten die ersten schwedischen und irischen Lachsbrütlinge wieder angesiedelt werden.