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Mehr Hautkrebs-Behandlungen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurden 3.037 Menschen in 2022 mit Diagnose Hautkrebs im Krankenhaus behandelt. Das sind sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die AOK NordWest auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte. „Die weiter steigenden Zahlen zeigen, wie wichtig die Früherkennung ist“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Doch das kostenfreie Hautkrebs-Screening werde nur wenig genutzt: Nur 10,7 Prozent der AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein nahmen 2022 das Angebot an.

Durch das Hautkrebs-Screening sei es möglich, Hautkrebs oder seine Vorstufen früh zu entdecken, Heilungschancen zu verbessern und schwere Komplikationen zu vermeiden. „Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, so Ackermann. Das Screening sei eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut, bei der ein Arzt den Körper auf verdächtige Pigmentmerkmale wie Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken absucht.

Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann sei die Krankheit fast vollständig heilbar, hieß es.