Artikel teilen:

Mehr Fehltage durch Rückenleiden und psychische Belastungen

Mehr Ausfälle im Job: Die Krankenkasse KKH hat die drei Hauptgründe für Fehltage am Arbeitsplatz aufgelistet. Genannt werden körperliche und psychische Beschwerden – mit einem deutlichen Anstieg.

Rückenschmerzen sind laut Krankenkasse KKH der Hauptgrund für Krankheitstage am Arbeitsplatz. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Kasse 142 Fehltage auf 100 ihrer berufstätigen Versicherten aufgrund von Rückenproblemen; ein Anstieg von rund 20 Prozent im Vergleich zu 2019, wie die KKH am Montag in Hannover mitteilte. Insgesamt habe es 80.800 Fälle mit rund 953.000 Fehltagen gegeben.

Zweithäufigster Grund für Fehltage sind laut der Kasse psychische Probleme wie Anpassungsstörungen und akute Belastungsreaktionen. Auf solche Diagnosen seien für das vergangene Jahr 112 Fehltage auf 100 Versicherte zurückzuführen. Das sei ein Anstieg von knapp 50 Prozent binnen fünf Jahren. Hier verzeichnete die KKH 32.000 Fälle mit 754.000 Fehltagen.

Zudem nahmen den Angaben zufolge depressive Episoden zu – mit 104 Krankheitstagen auf 100 Versicherte die dritthäufigste Einzeldiagnose. Auch hier sei die Zahl der Fehltage im Fünfjahresvergleich um fast ein Fünftel angewachsen und liege bei 13.000 Fällen und 702.100 Tagen. Depressive Episoden sorgten für die längsten Krankschreibungen: im Schnitt 54 Tage pro Fall. Bei Belastungsreaktionen sind es 24 und bei Rückenschmerzen 12 Tage.

Analysiert wurden den Angaben zufolge Kalendertage mit ärztlichem Attest und Anspruch auf Krankengeld von 672.600 ganzjährig Versicherten. Arbeitslose und Rentner seien nicht inbegriffen.