Das Kulturhauptstadt-Jahr neigt sich für Chemnitz dem Ende entgegen. In einer ersten Bilanz betont die Stadt: Das ganz besondere Jahr sorgte für volle Museen und Theater – und viele Helfer.
Die Stadt Chemnitz bewertet ihr Jahr als Europäische Kulturhauptstadt als positiv. In einer vorläufigen Bilanz vom Freitag heißt es: An den über 2.000 Veranstaltungen waren insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen beteiligt. “2025 haben Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion eindrucksvoll gezeigt, wie durch den Austausch und das gemeinsame Tun, Verständnis, Toleranz und gegenseitiger Respekt wachsen”, sagte die Stadt über das Jahr, das an diesem Wochenende beendet wird.
In vielen Bereichen der Kultur seien die Besucherzahlen im Kulturhauptstadt-Jahr gestiegen. Die städtischen Museen verzeichneten laut Stadt deutliche Zuwächse; die Theater Chemnitz zählten über 200.000 Besucher im Jahr 2025 und somit ein Plus von mehr als 20.000 zum gleichen Zeitraum 2024.
Auch der Tourismus hat laut Mitteilung profitiert: Etwa 450.000 Übernachtungen seien zwischen Januar und September dieses Jahres gebucht worden. Im selben Zeitraum in 2024 seien es noch knapp 360.000 gewesen.
“Mit einer überragenden Vielfalt an Projekten haben unter anderem mehr als tausend Freiwillige Chemnitz als Europas Kulturhauptstadt 2025 zum Leuchten gebracht”, sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos). “Daraus entstanden ist ein riesiger Erfahrungsschatz bei der Umsetzung von kulturellen Großprojekten. Zum Abschluss dieses besonderen Titeljahres erleben wir eine kreative Aufbruchstimmung in Chemnitz, die weit über Sachsen und über Deutschland hinausgeht.”
Die Stadt wolle mit dem Brückenjahr 2026 nun die nächste Phase einläuten: “Chemnitz setzt darauf, das Kulturhauptstadt-Gefühl lebendig zu halten, erfolgreiche Formate zu verstetigen und neue Initiativen anzustoßen.”