Scharfe Worte zum Jahreswechsel: Kardinal Marx kritisiert Russlands Krieg gegen die Ukraine deutlich. Doch trotz aller Krisen sieht er Hoffnung für Kirche und Welt.
Zum Jahresabschluss hat der Münchner Erzbischof Reinhard Marx den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine scharf kritisiert. “Was für eine Schande, was für eine Blasphemie, dass sich getaufte Christen gegenseitig umbringen”, sagte er laut Mitteilung seiner Pressestelle an Silvester bei einer Andacht in der Münchner Jesuitenkirche. Angesichts des Jahreswechsels warb er bei allen Krisen dennoch um Zuversicht. “Wir gehen in ein Jahr voller Fragezeichen, aber an der Seite Jesu.” Niemand könne die Hoffnung zerstören, dass Jesus Christus am Ende das letzte Wort habe.
“Ich gehe mit großen Sorgen in die Zukunft, vielleicht mit größeren, als ich je gehabt habe”, bekannte Marx. “Wir erleben heute wahrscheinlich einen Epochenwandel, der tiefer geht, als wir heute sehen.” Dennoch habe er große Hoffnung, dass die Kirche in diesen Zeiten etwas erreichen könne. Die Welt brauche das christliche Zeugnis: “Was immer an der Seite Jesu geschehen kann, das bringen wir als Kirche ein.”
Marx erinnerte zudem an den Tod von Papst Franziskus an Ostermontag. Dies sei ein trauriges Ereignis gewesen, das die Welt dennoch geeint habe. Auch beim Konklave und der Wahl von Papst Leo XIV. habe er Hoffnung gespürt.