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Mario Draghi erhält diesjährigen Aachener Karlspreis

Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und frühere italienische Ministerpräsident Mario Draghi erhält den diesjährigen Internationalen Karlspreis zu Aachen. Mit der Auszeichnung an den Wirtschaftswissenschaftler werde darauf verwiesen, dass die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu einer entscheidenden Frage für den Bestand der EU geworden sei, sagte der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Armin Laschet, am Samstag in Aachen.

Draghi habe mit seiner Ankündigung „Whatever it takes (Was auch immer nötig ist)“ in einer „dramatischen Situation den Euro gerettet“, so Laschet. Damit habe er den europäischen Binnenmarkt und die Währungsunion vor dem Scheitern bewahrt. Zudem habe der Italiener mit dem Draghi-Report von 2024 Vorschläge zur wirtschaftlichen Erneuerung Europas vorgelegt, erklärte der ehemalige CDU-Parteivorsitzende.

Der mit einer Million Euro dotierte Aachener Karlspreis zu Aachen gilt als älteste und wichtigste Auszeichnung für Verdienste um Völkerverständigung und Zusammenarbeit in Europa. Er ist nach Karl dem Großen (747/748-814) benannt, der schon zu Lebzeiten als „Vater Europas“ bezeichnet wurde. Verliehen wird der Preis seit 1950, die Idee dazu hatte der Aachener Textilkaufmann Kurt Pfeiffer. Über die Preisträger entscheidet ein Gremium von Aachener Bürgern.