Aufatmen in Magdeburg. Der Weihnachtsmarkt kann stattfinden. Allerdings müssen die Sicherheitsmaßnahmen noch verbessert werden, um ein Jahr nach der Amokfahrt mit sechs Toten einen weiteren Anschlag zu verhindern.
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt soll nun doch wie geplant am 20. November öffnen. Das teilte die Stadt am Mittwochabend auf ihrer Homepage mit. Man habe sich darauf geeinigt, die Sicherheitsmaßen weiter zu verstärken, hieß es laut Mitteilung. Zuvor hatte es mehrstündige Gespräche zwischen Oberbürgermeisterin Simone Borris, Vertretern des Landesverwaltungsamtes sowie der Polizei gegeben.
“Unser Ziel ist es, das Risiko so gering wie möglich und die Sicherheit so hoch wie möglich zu halten”, sagte die Oberbürgermeisterin. Dafür werde man Nachtschichten einlegen müssen. “Im Anschluss wird es am 17. November eine Begehung auf dem Markt geben. In Umsetzung der zusätzlichen Maßnahmen könnte dann die Marktfestsetzung erteilt werden”, so Borris weiter.
Ein Jahr nach der Amokfahrt hatte der diesjährige Weihnachtsmarkt mehrere Tage lang auf der Kippe gestanden. Am Montagabend hatte die Stadt Magdeburg mitgeteilt, sie könne dem Veranstalter vorerst keine Genehmigung erteilen. Als Grund wurde ein Schreiben des Landesverwaltungsamtes genannt, das das vorgelegte Sicherheitskonzept beanstande und die Stadt anweise, dem Konzept nicht zuzustimmen. Darin heiße es unter anderem, der Veranstalter schaffe mit dem Markt “ein potenzielles Anschlagsziel”.
Bei der Amokfahrt waren am 20. Dezember 2024 sechs Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300 wurden teils schwer verletzt. Der Prozess gegen den 52-jährigen Amokfahrer begann am Montag am Magdeburger Landgericht.