Mit Gedenkveranstaltungen erinnern die Stadt Magdeburg und ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteure am Freitag an den 81. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg. Dies teilte ein Sprecher am Montag in Magdeburg mit. Am Freitagvormittag wird mit einer Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof an die tausenden Opfer der Luftangriffe vom 16. Januar 1945 gedacht. Traditionell nehmen Kirchenvertreter am Gedenken teil. Zur gleichen Zeit beginnt vor dem Magdeburger Dom eine Mahnwache gegen Extremismus und Terrorismus, die auch am Samstag fortgesetzt werden soll.
Am Abend des 16. Januar läuten um 21.28 Uhr, dem Zeitpunkt der Bombardierung vor 81 Jahren, die Glocken vieler Magdeburger Kirchen. Die Menschen werden damit aufgerufen, der Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung zu gedenken.
Im Umfeld des Gedenktages organisieren Vereine, Kirchen und Verbände die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“, um Gesicht zu zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz. Den Auftakt macht am Freitagabend „Magdeburg singt für eine weltoffene Stadt“ mit tausenden Magdeburgerinnen und Magdeburgern auf dem Alten Markt. Eröffnet wird das Friedenssingen mit einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) um 18 Uhr. Weitere Programmpunkte sind ein interreligiöser Weg am Samstagnachmittag, organisiert vom Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, sowie Lesungen, Konzerte, Filmabende und Vorträge.