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LVR-Landesmuseum Bonn zeigt Ausstellung “Schöne neue Arbeitswelt”

Der Wandel in der modernen Arbeitswelt vor 100 Jahren steht ab Donnerstag im Mittelpunkt einer neuen Sonderausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn. Die Schau „Schöne neue Arbeitswelt. Traum und Trauma der Moderne“ widmet sich der Umbruchphase zwischen 1890 und 1940 aus der Perspektive von Künstlerinnen und Künstlern, wie das Museum am Mittwoch in Bonn ankündigte. In ihren Werken spiegeln sich die Folgen der boomenden Industrialisierung, die das Leben der Menschen radikal veränderte.

Zu sehen sind bis zum 12. April 2026 insgesamt 300 Gemälde, Grafiken, Zeichnungen, Fotografien sowie Objekte aus Alltag, Kunstgewerbe und Technik. Darunter sind Werke von Otto Dix, Hannah Höch, Leo Breuer, August Sander, Albert Renger-Patzsch, Conrad Felixmüller oder Rudolf Jacob Zeller.

Museumsdirektor Thorsten Valk sagte: „Anfang des 20. Jahrhunderts rief die Modernisierung nahezu aller Lebensbereiche ähnlich tiefgreifende Veränderungen hervor wie heute.“ Daher lohne ein Blick in die Vergangenheit. Die Ausstellung zeigt in sechs Kapiteln, wie die Industrialisierung die Arbeit, den Alltag, aber auch die Landschaften veränderte.

Künstlerinnen und Künstler beschäftigten sich sowohl mit den Segnungen des technischen Fortschritts als auch mit den negativen Folgen, etwa der Entfremdung von der Arbeit und der Ausbeutung der Arbeiterklasse. Damals fantastisch anmutende künstlerische Entwürfe der künftigen Arbeitswelt erscheinen zum Teil nah an der heutigen Realität.