Im Lübecker Rathaus wird am 3. Februar (19 Uhr) der 12. Debütpreis des Buddenbrookhauses an die Autorin Jehona Kicaj für ihren Debütroman „ë“ vergeben. Das Buch setzt sich mit Kriegs-, Flucht- und Rassismus-Erfahrungen auseinander, wie die Stiftung Lübecker Museen am Mittwoch mitteilte. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: „Kicaj verflicht individuelle Erfahrung und kollektive Erinnerung zu Bildern, die persönliche wie gesellschaftliche Themen sicht- und fühlbar machen und den Lesenden lange im Gedächtnis bleiben.“ Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung unter buddenbrookhaus.de wird gebeten. Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Jehona Kicaj wurde 1991 im Kosovo geboren und floh in den 1990er Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie studierte Philosophie, Germanistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft in Göttingen. Für den Roman „ë“ erhielt sie bereits den Literaturpreis Hanna der Landeshauptstadt Hannover, und sie stand damit auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025.
Der Debütpreis des Buddenbrookhauses wird seit 2003 alle zwei Jahre in Erinnerung an eines der erfolgreichsten Debüts der deutschen Literatur, Thomas Manns „Buddenbrooks“, verliehen. Er ist seit 2024/25 mit 5.000 Euro dotiert.