Ein Originalbrief des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897) wird dem Lübecker Publikum vorgestellt: Professor Wolfgang Sandberger präsentiert den Neuerwerb des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck (MHL) bei einem Vortragskonzert am Donnerstag (18 Uhr) in der Villa Brahms, wie die MHL am Freitag mitteilte. Karten sind in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen und online unter mh-luebeck.de erhältlich. Restkarten gibt es ab 17.30 Uhr an der Abendkasse in der Villa Brahms.
Der dreiseitige Brief, den Johannes Brahms im Sommer 1873 an den Musikgelehrten und Bach-Biografen Philipp Spitta schrieb und der sich in amerikanischem Privatbesitz befunden habe, ergänze seit Oktober die Lübecker Sammlung. Sandberger, Vorstandsvorsitzender der Possehl-Stiftung, langjähriger Professor an der MHL und ehemaliger Leiter des Brahms-Instituts, führe in die musikhistorischen Zusammenhänge ein und stelle dabei nicht nur die musikwissenschaftliche Bedeutung des Neuerwerbs in den Mittelpunkt, sondern auch die Beziehung zwischen Brahms und Spitta, hieß es.
Musikalisch werde der Abend mit Werken von Brahms und Bach gestaltet: Yoichiro Chiba aus der Klasse von MHL-Klavierprofessor Florian Uhlig werde mit Auszügen aus Bachs Wohltemperiertem Klavier und Klavierstücken von Brahms künstlerische Bezugslinien zum Neuerwerb ziehen. Im Anschluss an das Vortragskonzert sei das Museum im Brahms-Institut geöffnet, wo der Brief in Augenschein genommen werden könne. Der Brief ist auch über das im August 2025 gestartete Brahms-Portal zugänglich.