Einen verstärkten Einsatz gegen Armut und Einsamkeit im Alter hat Manfred Lucha (Grüne), baden-württembergischer Minister für Soziales, Gesundheit und Integration, angemahnt. „Für stabile und auskömmliche Einkommen im Alter ist der Bund mit Rente und Grundsicherung in der Verantwortung. Wir können auf der Landes- und lokalen Ebene aber auch zu einem guten Leben im Alter beitragen“, sagte er laut Mitteilung anlässlich der Veröffentlichung des Ersten Berichts zur gesellschaftlichen Teilhabe mit dem Schwerpunkt Altersarmut am Donnerstag in Stuttgart.
Rund 19 Prozent der älteren Menschen ab 65 Jahren waren im Südwesten nach Ergebnissen des Mikrozensus 2021 armutsgefährdet. Das entspricht rund 428.900 Personen. Vor allem Frauen mit rund 22 Prozent und Menschen mit Migrationshintergrund mit rund 33 Prozent waren überdurchschnittlich hoch von Armutsgefährdung betroffen. Laut Lucha muss es darum gehen, die Teilhabechancen von älteren, armutsgefährdeten Menschen zu verbessern.
Ein Internetzugang und das Wissen um soziale Dienstleistungen am Wohnort könnten das Gefühl sozialer Ausgrenzung der Älteren verringern. Als weitere mögliche Maßnahmen nannte Lucha die Einrichtung von Bewegungstreffs im Freien oder den Einsatz von Shuttle-Bussen, die ältere und in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen auf Wunsch transportieren könnten. (0634/21.03.2024)