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Lichtphänomen im Speyerer Dom am 20. März

Am Tag des kalendarischen Frühlingsanfangs – dem 20. März – sind Tag und Nacht gleich lang. An diesem Datum der “Tag-und-Nacht-Gleiche” scheint die Sonne ungewöhnlich weit in den Speyerer Dom hinein.

Ein besonderes Lichtphänomen ist am 20. März im Speyerer Dom zu erleben. Bei gutem Wetter scheine die Sonne durch das runde Fenster der Apsis am Ende des Kirchenraums bis zum 110 Meter entfernten romanischen Hauptportal, teilte das Bistum am Donnerstag mit. Das Domkapitel lädt dazu ein, schon zur frühen Morgenstunde ab 6.15 Uhr in den Dom zu kommen und das Lichtphänomen bei einer Andacht zu erleben. Ein geistlicher Impuls und meditative Orgelmusik verstärkten die besondere Stimmung, die an diesem Morgen im Dom herrschen werde.

Der 20. März ist das Datum der Tag-und-Nacht-Gleiche – dann sind der lichte Tag und die Nacht genau gleich lang. Auf der Nordhalbkugel beginnt kalendarisch dann der Frühling und auf der Südhalbkugel der Herbst.

Dieser Tag habe seit Urzeiten eine besondere Bedeutung, um das Jahr kalendarisch zu strukturieren, so das Bistum. Kirchenbauten des Mittelalters seien im europäischen Raum in der Regel zur aufgehenden Sonne hin ausgerichtet, so dass das Licht bei Sonnenaufgang durch die Fenster der Ostseite in den Kirchenraum fällt. Diese Ausrichtung sei im Mittelalter aus Glaubensgründen für viele Kirchen gewählt worden. Denn Christus gelte als “Licht der Welt” – und der Sonnenaufgang als ein Symbol für die Auferstehung.

Geleitet wird die Andacht von Domkapitular Franz Vogelgesang und Domorganist Markus Eichenlaub.