Die beiden im Januar und März vakant werdenden Leitungspositionen in der Lippischen Landeskirche sollen nicht sofort wiederbesetzt werden. Wie die Synode der Lippischen Landeskirche am Montag bei ihrer Tagung in Detmold beschloss, soll dies Raum schaffen für eine generelle Diskussion über die künftig angemessenen Leitungsstrukturen in der Landeskirche. Die Stellvertretung für den Landessuperintendenten nach außen wird Präses Michael Keil übernehmen, nach innen im Kollegium der juristische Kirchenrat Martin Bock.
Der amtierende Landessuperintendent Dietmar Arends hatte aus gesundheitlichen Gründen seine Kandidatur zurückgezogen. Seine Amtszeit endet am 1. März. Der 62-jährige Theologe war vom Nominierungsausschuss als einziger Kandidat vorgeschlagen worden. Der theologische Kirchenrat Thomas Warnke wird zum Jahresbeginn Leiter des Evangelischen Beratungszentrums mit Hauptsitz in Detmold.
In der Strukturdebatte soll es nicht nur um den Zuschnitt der Kirchenleitung gehen, sondern auch beispielsweise um Kooperationen mit benachbarten Landeskirchen und den Einfluss der Konfession auf die Stellenbesetzung. Laut Verfassung muss die Position des lippischen Landessuperintendenten derzeit mit einem evangelisch-reformierten Theologen besetzt werden, die des theologischen Kirchenrats mit einem lutherischen.