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Leipziger Stadtmuseum: Sorgen trotz Rekordjahr

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat im vergangenen Jahr 603.082 Ausstellungsbesucher gezählt. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr, erklärte Museumsdirektor Anselm Hartinger am Dienstag in Leipzig. Zum Museumsverband gehören unter anderem das Völkerschlachtdenkmal, das Alte Rathaus und das Museum „Zum arabischen Coffe Baum“.

„Das ist definitiv das beste Museumsjahr unserer Geschichte“, sagte Hartinger. Dazu hätten nicht nur die Sonderausstellungen beigetragen, sondern auch der kostenlose Eintritt in einigen der Museen. Zusätzlich würden Inhalte auf die verringerte Aufmerksamkeitsspanne der Besucher angepasst.

Trotzdem bereitet Hartinger die finanzielle Lage der Stadt Sorge. Die Stadt Leipzig versuche alles, um das breite Angebot an Museen zu halten. Hartinger bräuchte jedoch mehr Planungssicherheit wegen der langen Vorbereitungszeit jeder Ausstellung. Diese Sicherheit fehle, gerade mit Blick auf die Sparbemühungen der Stadt. Aber: „Wir sind gut darin, Lösungen zu finden“, sagte Hartinger.

Für 2026 sind demnach mehrere Ausstellungen geplant. Vom Thema Sommer bis zu einer Kooperation mit der Partnerstadt Kiew und der Geschichte einer jüdischen Fotografenfamilie arbeite man an einem vielfältigen Angebot.

#Wiedereröffnetes Museum

Das Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“ eröffnete im Juli des vergangenen Jahres nach sechs Jahren Sanierung wieder und zählte 30.000 Gäste. Es gilt als eines der ältesten Kaffeehäuser Europas und berichtet sowohl über die Geschichte des Kaffees als auch über die des Hauses im Wandel der Jahrhunderte.