Die Leipziger Buchmesse hat eine ursprünglich geplante Romanvorstellung des AfD-Politikers Maximilian Krah aus Sicherheitsgründen abgesagt. Die vom Castrum Verlag für den 21. März angemeldete Veranstaltung sei „nach sorgfältiger Prüfung“ gestrichen worden, teilte die Messeleitung in Leipzig mit. Zuvor hatte das in Berlin erscheinende Onlineportal „The Pioneer“ darüber berichtet. Demnach wollte Krah seinen Roman „Die Reise nach Europa“ präsentieren. Wegen der großen Bekanntheit des Politikers und seiner „öffentlich sehr kontrovers diskutierten Positionen“ bestünden jedoch „massive Sicherheitsbedenken“, hieß es zur Begründung der Absage.
AfD auf Buchmesse: Sicherheit hat höchste Priorität
„Unsere oberste Priorität ist der Schutz aller Besucherinnen und Besucher - insbesondere der vielen Schulklassen, Familien und jungen Menschen“, teilte die Buchmesse zudem mit. Das Sicherheitskonzept sehe „ausdrücklich vor, Veranstaltungen mit erheblichem Risikopotenzial nicht zuzulassen beziehungsweise in einen anderen Rahmen zu überführen“.
Dem Portal „The Pioneer“ sagte Krah, er nehme die Absage „überrascht zur Kenntnis“. Eine Buchmesse, die Angst davor habe, ein „unpolitisches“ Buch zu besprechen, brauche „kein Mensch“. Die angeführten Sicherheitsbedenken wies er zurück.
Krah fordert Buchmesse in Halle
Sollte es bei der Absage bleiben, hat die Leipziger Buchmesse nach Ansicht von Krah den Beweis erbracht, „weshalb es der neuen Buchmesse in Halle bedarf“. 2025 hatte in Halle die Buchmesse „Seitenwechsel“ stattgefunden, bei der sich rechte und rechtsextreme Verlage präsentierten. Die Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März statt.
