Der Realschullehrerverband (RLV) und der Philologenverband (PhV) Baden-Württemberg lehnen das Konzept einer „Neuen Sekundarschule“ als ideologisches Reißbrettprodukt ab. „Bewährte Schularten wie Gymnasium, Realschule und Werkrealschule“ müssten gestärkt werden, forderten die beiden Landesvorsitzenden Karin Broszat (RLV) und Martina Scherer (PhV) laut Mitteilung am Freitag.
Die Verbandschefinnen kritisieren, das Modell einer Arbeitsgruppe von Bildungsforschern ignoriere die Vielfalt der Schüler und die Praxis an Schulen. Die Gemeinschaftsschule habe keinen messbaren Erfolg gebracht. Ein weiteres Experiment sei unverantwortlich. Das differenzierte Schulsystem biete mit dem Baukastenprinzip „Kein Abschluss ohne Anschluss“ allen Jugendlichen die Möglichkeit, einen Abschluss zu erreichen. (0608/06.03.2026)