Campact-Kampagne: Protesttour gegen Müllermilch-Gründer

Campact protestiert weiter gegen Molkereibesitzer Theo Müller. Trotz eines laufenden Verfahrens macht die Organisation bundesweit mit LED-Trucks auf Müllers vermeintliche Nähe zur AfD aufmerksam.
Campact-Kampagne: Protesttour gegen Müllermilch-Gründer
Streit um Theo Müller: Campact wirft dem Unternehmer AfD-Nähe vor
Imago / Guido Schiefer

Trotz einer anhängigen Klage setzt die Kampagnen-Organisation Campact ihren Protest gegen den Molkereikonzernbesitzer Theo Müller fort. Am Brandenburger Tor in Berlin starten mehrere LED-Trucks zu einer deutschlandweiten Protesttour gegen den Müllermilch-Gründer. Sie steuern in den kommenden Tagen unter anderem Magdeburg, Lüneburg, Hamburg, Dresden, Bonn und München an. Auf den Lastkraftwagen ist eine umgekippte Schoko-Müllermilch-Flasche zu sehen mit dem Slogan "Alles AfD, oder was? Konzerngründer Theo Müller unterstützt die rechtsextreme AfD.”

Müllermilch-Gründer geht juristisch gegen Campact-Vorwürfe vor

Campact wirft dem 86-jährigen Müller vor, offen mit der AfD zu sympathisieren und die Partei zu unterstützen. Dagegen hat der Konzerngründer beim Landgericht Hamburg beantragt, der Kampagnen-Organisation diese Aussage zu verbieten. Mit einer Entscheidung wird laut einer Campact-Sprecherin nächste Woche gerechnet.

Campact warnt vor politischem Signal des Müllermilch-Gründers

Die Leiterin für Politik und Kampagnen bei Campact, Luise Neumann-Cosel, sagte am Freitag: „Indem Müller sich in aller Öffentlichkeit mit AfD-Parteichefin Alice Weidel zeigt und sich auch für die AfD als mögliche Koalitionspartnerin ausspricht, unterstützt er in unseren Augen die Partei.“ Damit gebe er ihr ein „bürgerliches Antlitz“. „Das ist gefährlich, denn die AfD ist eine rechtsextreme Partei“, sagte die Kampagen-Leiterin.

Müller selbst hatte 2023 bestätigt, dass er einen regelmäßigen Austausch mit Weidel pflege. Mit Spenden unterstütze er die Partei aber nicht.

 

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