Laumann: Möglichst spät ins Pflegeheim und viel Prävention

Die Kosten in der Pflege werden weiter steigen. Das hat für CDU-Politiker Laumann unterschiedliche Gründe. Einsparungen alleine ändern das nicht.

Eine demografiebedingte Steigerung der Pflegefälle wird sich nach Worten des CDU-Politikers Karl-Josef Laumann nicht bloß durch Einsparungen ausgleichen lassen. Der Zeitpunkt, wann es in ein Pflegeheim geht, müsse möglichst weit nach hinten geschoben werden, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Arbeitsminister in Nordrhein-Westfalen im Deutschlandfunk. Dabei setzte er auch auf die Stabilisierung der häuslichen Pflege.

Diskutiert werden müsse zunächst allerdings ein effizienteres System. "Das Pflegekompetenzgesetz wird uns helfen, damit auch mehr von der Pflege entschieden wird", so Laumann weiter. Zeitsparend seien etwa digitale Dokumentationen. Auch forderte Laumann gute Präventionsangebote. Ein Vorbild dafür könne etwa der Rehasport sein. Allerdings: Bereits jetzt würden 85 bis 86 Prozent der Menschen zu Hause gepflegt werden.

Sieben Jahre nach Abschaffung der Pflegestufen und Einführung der Pflegegrade sollten diese nun auf den Prüfstand. "Sie sind damals von der Wissenschaft entwickelt worden. Das Ziel war, dass wir auch stärker Demenz in der Begutachtung mit einbeziehen", so Laumann. Er reagierte damit auf eine Debatte über eine mögliche Abschaffung von Pflegegrad eins.

Die hohen Kosten in der Pflege sind laut Laumann auch mit "fairen Löhnen" verbunden. Wer mit der Pflegekasse abrechnen wolle, müsse Tariflohn zahlen. Auch sei Pflege personalintensiv und nicht preisgünstig zu organisieren.

👋 Unser Social Media