Unter dem Motto „Nachtwanderung“ findet am Sonnabend die Lange Nacht der Museen in Hamburg statt. Von 18 bis 1 Uhr öffnen in der gesamten Stadt 51 Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkorte ihre Türen und bieten ein Sonderprogramm mit rund 500 Veranstaltungen, wie der Museumsdienst Hamburg ankündigte. Das Programm richte sich nicht nur an Erwachsene aller Kulturen und unterschiedlichster Muttersprachen, sondern auch an Jugendliche und Kinder, hieß es. Das Ticket berechtigt zur Nutzung des hvv, daneben gibt es einen Busshuttle zu Museen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar sind.
Es gehe darum, vertraute Orte neu wahrzunehmen und bisher Unbekanntes zu entdecken, hieß es. Zum ersten Mal ist das Achilles-Stiftung Glasmuseum dabei. Neben Führungen auch für nicht-sehende Menschen seien Mitmach-Aktionen wie ein Hochseilgarten auf der Cap San Diego, Workshops, Lesungen, Technikvorführungen, Tanz, Theater und Filme geplant.
An der 22. Langen Nacht der Museen nehmen unter anderem das Altonaer Museum, das Bucerius Kunstforum, das Polizeimuseum und das Zaubermuseum Bellachini teil. Auf dem Programm stünden unter anderem ein „Harburg-Streifzug“ mit Gäste-Porträts im Archäologischen Museum, „Bergedorf bei Nacht“ mit Nachtwächtern und Sternebeobachtungen sowie eine „Nie wieder ist jetzt“-Route mit der Sonderausstellung „Altona – Theresienstadt“ im Altonaer Museum, einer Führung über die Geschichte der vertriebenen Forschenden im Universitätsmuseum und einer Taschenlampenführung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Bereits zum dritten Mal finden auch telefonische Sonderführungen der Initiative „Bei Anruf Kultur“ statt. Die Führungen per Telefon beginnen ab 18 Uhr jeweils zur vollen Stunde. Vier Häuser beteiligen sich am barrierefreien Angebot für Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht ins Museum kommen können. Nach „How’s My Painting? Malerei aus der Sammlung Falckenberg“ (18 Uhr) geht es zur „Glitzer!“-Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe (19 Uhr), es folgt „Pippis Papa“ im MARKK – Museum am Rothenbaum (20 Uhr) und „Dein Paket ist da! Shoppen auf Bestellung“ im Museum der Arbeit (21 Uhr). Zuhörende könnten sich flexibel unter der Nummer 040/607 739 21 99 einwählen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.