Der Widerstand von Frauen in der NS-Zeit verpflichtet die Menschen nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Frauenministerin Katharina Binz (Grüne), für Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenwürde einzustehen. Bei einer Gedenkstunde des rheinland-pfälzischen Landtags in Mainz am 27. Januar stehen anlässlich des Gedenktags an die Opfer des Nationalsozialismus erstmals verfolgte Frauen und Mädchen sowie deren Erfahrungen im Mittelpunkt, wie das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration am Montag in Mainz mitteilte. Diese Betroffenengruppe der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sei lange Zeit kaum beachtet worden.
30 Jahre nach Einführung des Gedenktags sei es überfällig, die Perspektiven von Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt zu rücken, die entrechtet, ausgebeutet, misshandelt und ermordet worden seien. Der Mut von Frauen im Widerstand und deren Leid zeige, „wie zerbrechlich Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenwürde sind und wie entschlossen wir sie heute verteidigen müssen“, sagte die Ministerin. Begleitend zum Sonderplenum wird im Landtag die Ausstellung „Nichts war vergeblich. Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ gezeigt. Diese würdigt Frauen, die sich dem NS-Terror widersetzten, Verfolgten halfen oder über das Unrecht aufklärten.