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Landesmedienanstalt fordert Einsatz für Qualitätsjournalismus

Angesichts von Fake News und Desinformationskampagnen fordert der Rat der Bremischen Landesmedienanstalt Medien dazu auf, ihren Beitrag zur Sicherung von Qualitätsjournalismus zu leisten. „Unverzichtbar ist ein starker, qualitativ hochwertiger Journalismus, der in Presse und Rundfunk Nachrichten und Meinungen nach gründlicher Recherche für die Menschen aufbereitet und angemessen präsentiert“, heißt es in der Entschließung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

„Wenn Nachrichten ungeprüft über zweifelhafte Algorithmen millionenfach verbreitet werden und Meinungen unabhängig von der Faktenlage scheinbar gleichberechtigt nebeneinanderstehen, ist der gesellschaftliche Grundkonsens massiv gefährdet“, warnen die Mitglieder des Medienrates in ihrer Resolution. Es sei auch Aufgabe der Zivilgesellschaft, negative Entwicklungen nicht teilnahmslos hinzunehmen, sondern sich aktiv um Aufklärung zu bemühen und Fake News zu benennen und abzuwehren.

Der Medienrat hat die Entschließung „zum Schutz von Demokratie und Meinungsvielfalt“ in seiner Sitzung am Mittwoch verabschiedet. Der Rat ist das Beschlussgremium der Bremischen Landesmedienanstalt und setzt sich aktuell aus insgesamt 32 Vertreterinnen und Vertretern von Institutionen und Verbänden des Landes Bremens zusammen. Hierzu zählen unter anderem Religionsgemeinschaften sowie Kultur- und Sozialeinrichtungen und Parteien.