Landesbischof: Religion kann in Demokratie für Gemeinsamkeiten sorgen

Religion kann nach Überzeugung des bayerischen evangelischen Landesbischofs Christian Kopp auch im Politischen Gemeinschaft fördern. „Religiöse Menschen können in ganz unterschiedlichen Erdteilen zu Hause sein und doch die genau gleichen Glaubenssätze und Wertvorstellungen teilen“, sagte Kopp dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in München: „Religion kann darum auch in demokratischen Gesellschaften für Gemeinsamkeiten sorgen.“

Diesen Mittwoch (19. November) nimmt der Landesbischof bei der „Münchner Demokratiekonferenz“ an einer Diskussionsrunde zum Thema „Glauben ohne Grenzen? Religionsfreiheit, säkularer Staat und der Streit um Werte im pluralen Europa“ teil. Die Tagung wird veranstaltet von der Konferenz Europäischer Rabbiner (CER) in Partnerschaft mit der bayerischen Staatsregierung.

„Religiöse Praxis ist hörende Praxis“, sagte Kopp weiter. Der Prophet Jeremia spreche vom „hörenden Herzen, das religiöse Menschen immer wieder üben“. Im Raum von Religion erlebten Menschen „Sinn und Mitgefühl“: „In einem Staat ohne Religion gelten schnell nur noch Effizienz, Wachstum und das Recht des Stärkeren.“

Bei der Konferenz diskutieren Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften, Medien und Zivilgesellschaft über Demokratie und Freiheit. Mit Kopp auf dem Podium sitzen Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Prälat Lorenz Wolf von der Erzdiözese München und Freising sowie Waqar Tariq vom Bundesvorstand des Liberal-Islamischen Bundes. Es moderiert Philipp Hildmann, Geschäftsführer des Bayerischen Bündnisses für Toleranz. (3618/18.11.2025)

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