Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wünscht sich eine Kirche, die sich stärker als bisher als Teil der Zivilgesellschaft sieht. „Unsere Gebäude, die Kirchen und Gemeindehäuser gehören letztlich nicht uns, sondern den Menschen, die dort leben“, sagte Meister dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Für sie, ihre Anliegen und Projekte müssen wir diese Räume noch weiter öffnen.“ Dazu sei es erforderlich, „sich mehr auf eine Welt einzulassen, in der die Frage nach Gott zweitrangig sein mag, die Frage aber, was sich an Gutem für die Gemeinschaft bewegen lässt, ganz zentral ist“. Der gebürtige Hamburger war unter anderem NDR-Radiopastor in Kiel und Propst in Lübeck.
Die Kirche könne mit ihren Netzwerken, mit ihrer nach wie vor breiten gesellschaftlichen Verankerung sowie ihren beruflichen und ehrenamtlich Mitarbeitenden eine „verlässliche und überparteiliche Verbündete guter zivilgesellschaftlicher Anliegen“ sein – etwa für Nachbarschaftsprojekte oder Umwelt- und Klimaschutzaktionen, betonte Meister.

