Sachsens evangelischer Landesbischof, Tobias Bilz, hat mit Blick auf notwendige Transformationen in der Kirche zu Mut und Optimismus aufgerufen. Es gelte „die Notwendigkeit der Erneuerung zu erkennen“, sagte Bilz am Samstag auf der Tagung der Landessynode in Dresden. Es sei zu prüfen, welche Ideen der Kirche möglicherweise eine „Erneuerung“ brauchten, „um die Wirkung des Glaubens wieder herzustellen“.
Bilz betonte: „Gutes braucht permanente Investition. Wir müssen Ressourcen in die Erneuerung des Lebens stecken.“ Denn es gebe „keinen Stillstand im Guten“. Ständig müsse in die Weiterentwicklung investiert werden – auch in der Kirche.
Seinen Bericht auf der Tagung der sächsischen Landessynode hatte Bilz unter die Überschrift „Auf dem Weg der Erneuerung“ gestellt. Auch Jesus habe „etwas ganz Neues in die Welt gebracht“, sagte Bilz. Der Bischof ermunterte dazu, neue Wege zu gehen, Ideen auszuprobieren.
Er appellierte, ganz konkret in neue Projekte zu investieren: „Wir brauchen so etwas wie einen Zukunftsfonds“, sagte der Bischof. Zugleich sei „ein kluger Rückschnitt“ der Strukturen notwendig.
Zur Transformation gehöre auch das Hinterfragen und Aufarbeiten, „die Konfrontation mit unseren Fehlern“, sagte Bilz mit Blick auf Fälle sexualisierte Gewalt in der Landeskirche. Dies sei „ein besonders harter Lehrmeister“. Doch schmerzhafte Einsichten könnten nicht ausgespart werden. Es brauche „die Fähigkeit zum Lernen“ und zum Wachsen.