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Land lehnt Finanzhilfe für Formel 1 in Hockenheim ab

Das Land Baden-Württemberg wird eine Rückkehr der Formel 1 auf den Hockenheimring nicht mit finanziellen Zuschüssen unterstützen. Das Wirtschaftsministerium begründet die Haltung damit, dass die Hockenheim-Ring GmbH seit 2024 zu fast 75 Prozent in privater Hand sei, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Daniel Born. Die Entscheidung über die Austragung von Rennen liege daher vorrangig in der unternehmerischen Verantwortung der Betreiber.

Das Ministerium räumt ein, dass Formel-1-Rennen eine internationale Strahlkraft besitzen und die Wirtschaft beleben könnten. Der genaue volkswirtschaftliche Nutzen sei aber nur schwer zu beziffern. Es verweist auf hohe Kosten, wie etwa Antrittsgebühren von 20 bis 30 Millionen Euro an die Formel-1-Organisation.

Das Land hatte den Umbau der Rennstrecke im Jahr 2002 mit über 15 Millionen Euro gefördert. Weitere finanzielle Zusagen seien nicht getroffen worden. Trotz der Absage an eine Förderung würde das Ministerium eine Rückkehr der Formel 1 begrüßen. Man sei offen für Gespräche, wie man ein Comeback jenseits finanzieller Zuschüsse unterstützen könne. (3016/24.11.2025)