Die Digitalisierung macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt: Im Jahr 2024 unterstützte das Land Baden-Württemberg 569 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 1,8 Millionen Euro bei der Einführung eines computergestützten Pflanzenschutzes. Die geförderte Fläche habe sich seit 2015 von rund 1.000 auf über 37.500 Hektar vervielfacht, schreibt das Landwirtschaftsministerium in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion.
Das Land fördert auch die Anschaffung moderner Landmaschinen. Zwischen 2016 und 2020 flossen knapp eine Million Euro in die Bezuschussung von 71 Pflanzenschutzgeräten mit digitaler Technik. Dazu zählten etwa Feldspritzen mit sensorgesteuerter Düsenführung.
Die präzisere Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln soll die Umwelt entlasten. Laut dem Ministerium sind die Funde von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen in Wasserschutzgebieten in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen. Grenzwertüberschreitungen seien nur noch vereinzelt festzustellen. Eine Ausnahme bildeten sogenannte nicht-relevante Abbauprodukte, die an mehr als der Hälfte der Messstellen nachgewiesen wurden.
Ab dem 1. Januar 2026 wird die digitale Erfassung von Pflanzenschutzmaßnahmen für Landwirte zur Pflicht. Um den Übergang zu erleichtern, beteiligt sich Baden-Württemberg an der Entwicklung einer kostenlosen Software, die bis zum Jahreswechsel 2025/2026 zur Verfügung stehen soll. (2833/06.11.2025)