Der mit 7.500 Euro dotierte Kunstpreis des Saarlandes 2026 geht an die Saarbrücker Architektin Andrea Wandel. „Ihr beeindruckendes Schaffen verbindet gestalterische Exzellenz mit einem tiefen Verständnis für gesellschaftliche Verantwortung“, erklärte Bildungs- und Kulturministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) am Freitag in Saarbrücken. Die Jury hob den Angaben zufolge besonders ihre Arbeiten im Bereich der Erinnerungskultur, Gedenkstätten und Sakralbauten hervor, darunter die Gedenkstätten Neuer Börneplatz in Frankfurt, Gleis 17 in Berlin-Grunewald, die Synagoge in Dresden sowie das Besucherzentrum des ehemaligen KZ Ravensbrück.
„Ihre Projekte setzen Maßstäbe weit über das Saarland hinaus und zeigen, wie Haltung und Präzision die Zukunft gestalten“, erklärte die Jury. Der Kunstpreis des Saarlandes wird laut Kulturministerium seit 1966 alle zwei Jahre in den Bereichen Musik, Literatur und Bildende Kunst/Architektur verliehen. Er würdige Leistungen von Künstlerinnen und Künstlern, die im Saarland leben, dort geboren oder in besonderer Weise mit dem kulturellen Leben des Landes verbunden sind.