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Kunsthalle Karlsruhe zeigt Ausstellung über Architektur in der Kunst

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eröffnet in der Orangerie am Botanischen Garten die Ausstellung „Archistories – Architektur in der Kunst“. Ab Samstag bis zum 12. April 2026 werden rund 100 Werke von 70 Künstlerinnen und Künstlern der letzten 500 Jahre gezeigt. Das Publikum ist eingeladen, am Eröffnungswochenende bei freiem Eintritt die Vielfalt künstlerischer Sichtweisen auf den architektonischen Raum zu entdecken.

Das Haus als Sphäre des zugleich Alltäglichen und Persönlichen dient als Ausgangspunkt für eine breite Perspektive: Werke, wie die schaurig schönen Kerkerdarstellungen Giovanni Battista Piranesis (1720-1778), zeigen die Faszination für imaginäre Architektur, während Brücken, Plätze und Straßen als Orte gesellschaftlicher Begegnung und politischer Inszenierung in den Blick rücken. Veduten, wie detaillierte Stadtansichten genannt werden, präsentieren monumentale und detaillierte Architekturen. Andere Kunstwerke interpretieren Innenräume und Fassaden als Ausdruck innerer Stimmungen.

Zeitgenössische Positionen erweitern den Blick um ökologische Perspektiven. Künstler wie Isa Melsheimer (1987) widmen sich Ruinen und Fragmenten, die weniger als Zeichen des Verfalls erscheinen, sondern als Orte der Veränderung, von Pflanzen bewuchert und von Tieren erobert. Die Ausstellung präsentiert Architektur als den gebauten Rahmen des Menschen und als Medium von gesellschaftlichen Entwicklungen und Zukunftsvisionen.

Ein umfangreiches Begleitprogramm sowie ein Ausstellungskatalog ergänzen die Präsentation, die von der Wüstenrot Stiftung und der Fontana Stiftung gefördert wird. (3069/28.11.2025)