Klassik- und Jazzmusik, Kabarett, Ausstellungen, Theater und Varieté – 160 Veranstaltungen an 75 Orten hat in diesem Jahr der Kultursommer Mittelhessen zu bieten. Zu den Programm-Highlights gehören Ulla Meinecke und Ulrich Tukur, Ilja Trojanow mit einer Lesung, der Schauspieler Michael Quast mit „Stoltze für alle“ sowie die „Alten Bekannten“, die Nachfolgeband der „Wise Guys“, wie der Geschäftsführer Frank Dauer am Dienstag in Gießen mitteilte. Den Auftakt macht am 7. und 8. Juni das Theater „antagon“ in Marburg.
Der Rockmusiker Stoppok steht im August in der Trinkkuranlage in Bad Nauheim auf der Bühne, im Kloster Engelthal präsentiert sich das „Concilium Musicum Wien“. Der Kabarettist HG. Butzko ist im Alten Dorfladen in Wallernhausen zu Gast. Die „Gregorian Voices“ treten in der Tropfsteinhöhle in Breitscheid auf. Von Anfang September bis Anfang Oktober gibt es wieder „Kunst in Kirchen“ in der Wetterau, dieses Mal zum Thema „Leben und Tod – Tod und Leben“. Hinter der „Reise zu den Orten des (K)alten Krieges“ verbirgt sich eine Kultur-Busfahrt, „Das Große H“ ist eine literarisch-musikalische Wanderung in Herbstein.
Der Kultursommer verfüge für 2024 über einen Etat von 260.000 Euro, erläuterte Dauer. Zu den Förderern gehören das hessische Kultusministerium sowie die Sparkassen-Kulturstiftung. Es habe in diesem Jahr eine Rekordzahl an Anträgen auf Unterstützung gegeben. Der Verein habe rund 50 Anträge mit einem gewünschten Volumen von rund 250.000 Euro ablehnen müssen. Dauer begründete das große Interesse mit einem Nachholeffekt nach Corona, zudem steige der Bekanntheitsgrad des Kultursommers.
Der Vorverkauf habe teilweise bereits begonnen, er obliege den jeweiligen Veranstaltern, also Kommunen, Vereinen, Kulturinitiativen oder Soziokulturellen Zentren. Die Eintrittspreise befinden sich laut Dauer „auf Vorjahresniveau“. Im vergangenen Jahr besuchten 25.000 Menschen das Erwachsenenprogramm und 9.000 das Kinderprogramm. Der „Junge Kultursommer“ startet bereits im Mai und bietet 67 Veranstaltungen an 27 Orten – ein Rekord, wie Dauer betonte.