Kulturrat beklagt Kürzungspläne für Deutsche Welle

Autokratische Systeme nähmen zu, und die Pressefreiheit sei immer stärker bedroht. Angesichts dieser Weltlage sei die internationale Arbeit der Deutschen Welle wichtiger denn je, so der Kulturrat.
Kulturrat beklagt Kürzungspläne für Deutsche Welle
Der Deutsche Kulturrat beklagt die geplanten Etatkürzungen bei der Deutschen Welle
Imago / Blickwinkel
Der Deutsche Kulturrat beklagt die geplanten Etatkürzungen bei der Deutschen Welle. Gesetzlicher Auftrag des Senders sei, "Deutschland als europäische Kulturnation und demokratischen Rechtsstaat in der ganzen Welt bekannt zu machen" und auf verschiedenen Ausspielwegen unabhängig zu berichten, erklärte der Spitzenverband der Bundeskulturverbände in Berlin. Nach der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags war bekanntgeworden, dass das Budget der Deutschen Welle von 425,5 Millionen Euro für 2025 auf 415,4 Millionen Euro im kommenden Jahr gekürzt werden soll. Dabei, so der Kulturrat, habe der Rundfunkrat des Senders gerade erst darauf hingewiesen, dass in den nächsten Jahren eine Etaterhöhung nötig sei, um dem Auftrag weiter gerecht werden zu können.

Kulturrat: Kernaufgabe der Deutschen Welle gefährdet

Der Präsident des Deutschen Kulturrates, Christian Höppner, sagte, die vom Bundestagsausschuss beschlossene Etatkürzung berühre den Kernauftrag der Deutschen Welle. Angesichts der politischen Weltlage, in der autokratische Systeme zunähmen und die Pressefreiheit immer stärker bedroht werde, sei die internationale Arbeit der Deutschen Welle wichtiger denn je. Höppner ist auch Mitglied des Rundfunkrates, Vorsitzender des Programmausschusses und Haushaltsberichterstatter der Deutschen Welle.

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