Die Freunde des Erfurter Angermuseums sind am Samstag in Weimar als Kulturförderverein des Jahres 2025 ausgezeichnet worden. Der Verein habe das Museum mit großem Einsatz stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt, erklärte das Landesnetzwerk der Kulturfördervereine Thüringen. Den zweiten Platz in einer „sehr engen Auswahl“ belegte der Förderverein der Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda vor dem Förderverein St. Trinitatis in Ruhla bei Eisenach.
Unter dem Jahresmotto „KulturVermittler“ hatten sich 56 Vereine aus allen Sparten und Regionen beworben. Zehn von ihnen waren bereits unter der Schirmherrschaft von Staatskanzleichef Stefan Gruhner (CDU) als „Kulturförderverein des Monats“ geehrt worden. Aus diesem Kreis wählte die zwölfköpfige Jury die drei Hauptpreisträger sowie den Sonderpreisträger, den Förderverein „Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie“.
Mit den Auszeichnungen würdigt das Landesnetzwerk das große ehrenamtliche Engagement in über 600 Kulturfördervereinen. Gruhner sagte vorab, die landesweit mehr als 600 Kulturfördervereine trügen zur außerordentlichen Strahlkraft der Thüringer Kulturinstitutionen bei und seien ein Aushängeschild für den Freistaat. Mit 28 Vereinen pro 100.000 Einwohnern liege Thüringen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Der „Tag der Kulturfördervereine“ mit seiner Preisverleihung gilt bundesweit als Vorreiter. Das Landesnetzwerk wurde 2021 auf Initiative der Thüringer Ehrenamtsstiftung und weiterer Partner gegründet. Die vier Preise sind mit insgesamt 6.000 Euro dotiert.