Im Mai starb die berühmte Holocaust-Überlebende Margot Friedländer im Alter von 103 Jahren. Nun wird ein zentraler Platz nach der Berliner Ehrenbürgerin benannt. Welches Zeichen das Berliner Parlament damit setzen will.
Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses soll künftig den Namen "Margot-Friedländer-Platz" tragen. Die Benennung nach der Ehrenbürgerin und Holocaust-Überlebenden soll zum 9. Mai 2026 wirksam werden, wie die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, am Mittwoch mitteilte. Friedländer war im Mai diesen Jahres im Alter von 103 Jahren in Berlin gestorben.
Seibeld erklärte, das Abgeordnetenhaus wolle einen Beitrag dazu leisten, "dass die Stimme Margot Friedländers nicht verklingt, sondern im öffentlichen Raum Berlins dauerhaft hör- und sichtbar bleibt." Friedländer habe sich bis ins hohe Alter unermüdlich gegen das Vergessen der Gräueltaten des Nationalsozialismus und des Holocausts eingesetzt: "In dem Bestreben, für Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit einzutreten, erzählte sie vor allem jungen Menschen ihre Geschichte."
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ergänzte: "Wir setzen damit ein klares Zeichen gegen Antisemitismus - und für Demokratie und Menschlichkeit." Bislang war der Platz namenlos.