Nahost-Krieg: Kirchliches Hilfswerk ruft zu Spenden und Gebeten auf

Der Nahost-Krieg trifft kirchliche Einrichtungen hart. Schulen müssen schließen, Menschen fliehen. Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) stärkt Gemeinden mit Gebet und praktischer Hilfe.
Nahost-Krieg: Kirchliches Hilfswerk ruft zu Spenden und Gebeten auf
Seit Beginn des andauernden Konflikts wurden im Libanon über 300.000 Menschen vertrieben.
Imago/ZUMA Press Wire

Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) bittet um Gebet und Unterstützung für den Nahen Osten. Der Krieg treffe ihre Mitgliedskirchen und deren Einrichtungen im Libanon, in Jordanien, Palästina und Israel mit voller Wucht, teilte das internationale kirchliche Hilfswerk in Stuttgart mit: „Schulen müssen schließen, Menschen sind auf der Flucht und kirchliche Häuser werden zu Schutzräumen umfunktioniert.“

Kirchen bieten im Nahost-Krieg Zuflucht für Vertriebene

Die evangelische Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon musste den Angaben zufolge geschlossen werden, da die Straßen rund um das Gelände als unsicher gelten. „Viele Familien sind nach Norden geflohen“, sagte Uwe Gräbe, EMS-Fachbereichsleiter Nahost. „Die Straßen im Nordteil Beiruts sind voller Autos, in denen die Menschen schlafen, weil sie sonst keine Unterkunft mehr finden.“ Die Nationale Evangelische Kirche in Beirut habe ihr früheres Schulgebäude als Zufluchtsort für Vertriebene geöffnet. Auch die Near East School of Theology habe Vorräte von Lebensmitteln und Wasser angelegt.

Obwohl auch Jordanien Angriffen mit Drohnen und Raketen ausgesetzt ist, sei die Theodor-Schneller-Schule dort bisher weiter geöffnet, hieß es weiter. Sirenenalarm sei alltäglich. Trümmerteile abgeschossener Raketen gingen in bewohnten Gebieten nieder. Die Freiwilligen der Evangelischen Mission in Solidarität in Jordanien seien inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Das Werk ist eine Gemeinschaft von Kirchen und Missionsgesellschaften auf drei Kontinenten.

Geflüchtete benötigen im Nahost-Krieg dringend Unterstützung

„Wir beten um Schutz und Kraft für unsere Mitgliedskirchen, ihre Gemeindemitglieder und die vielen Ehrenamtlichen, die sich unermüdlich einsetzen”, erklärte EMS-Generalsekretär Dieter Heidtmann: “Ebenso schließen wir die politisch Verantwortlichen in unser Gebet ein, die Entscheidungen von großer Tragweite treffen müssen." Das Hilfswerk bittet um Spenden für ihren Nothilfefonds, damit vor Ort Geflüchtete sicher untergebracht und Lebensmittel, Wasser und andere Hilfsgüter bereitgestellt werden können. 

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