Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage in Thüringen ist erneut gesunken. Wie aus aktuellen Daten der Barmer Krankenkasse hervorgeht, fehlten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Freistaat im Jahr 2025 durchschnittlich 24,8 Tage krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Damit setze sich der rückläufige Trend fort, nachdem der Wert 2022 mit 27,6 Tagen ein Allzeithoch erreicht hatte, erklärte die Barmer am Dienstag in Erfurt. Der Krankenstand sank im gleichen Zeitraum von 7,6 auf 6,8 Prozent.
Laut der Krankenkasse gingen insbesondere die Fehlzeiten aufgrund von Atemwegsinfekten deutlich zurück. Im Vergleich der Jahre 2022 und 2025 habe es hier einen Rückgang um rund 25 Prozent gegeben. Ursache sei vor allem das Abklingen sogenannter Nachholeffekte nach der Corona-Pandemie.
Das Rekordhoch des Krankenstands im Jahr 2022 führt der Landesgeschäftsführer der Barmer Thüringen, Robert Büssow, nicht allein auf eine damals außergewöhnlich hohe Infektlast zurück. Einen großen Einfluss habe auch die Einführung der elektronischen Krankmeldung gehabt. Seitdem würden Krankmeldungen automatisch an die Krankenkassen übermittelt. Heutige Daten zum Krankenstand mit den Jahren vor 2022 zu vergleichen, sei daher trügerisch, sagte Büssow mit Blick auf die Debatte über angeblich steigende Fehlzeiten.
Erst seit 2022 sei eine realistische Abbildung des Krankschreibungsgeschehens möglich, da zuvor nicht alle Arbeitsunfähigkeiten statistisch erfasst wurden, so der Thüringer Barmer-Chef. Der starke Anstieg der Fehltage von 22,4 im Jahr 2021 auf 27,6 im Jahr 2022 sei daher vor allem statistisch bedingt.