Laut Barmer Berufsatlas hat der Krankenstand bei Zustelldiensten und der Lagerwirtschaft im Jahr 2024 mit 10,2 Prozent nahezu 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigter in Mecklenburg-Vorpommern gelegen. Im Land fielen demnach täglich mehr als 100 von 1.000 Zustellern krankheitsbedingt aus, wie die Krankenkasse am Montag mitteilte. „Wenn die Arbeit von kranken Kolleginnen und Kollegen übernommen werden muss, kommt es zu weiteren Belastungen in der ohnehin schon stark geforderten Berufsgruppe der Zusteller und Lageristen“, sagte Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer in Mecklenburg-Vorpommern.
Das zeige sich auch in überdurchschnittlich vielen Krankentagen: So waren Beschäftigte der Zustell- und Lagerwirtschaft den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 37,2 Tage krankgeschrieben. Berufsübergreifend fehlten Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern 26,8 Tage.
Der Berufsatlas zeige weiter, dass vor allem Rückenleiden bei Zustellern und Lageristen für lange Fehlzeiten verantwortlich seien: Bei 10,2 Krankheitstagen waren demnach Rückenschmerzen oder ähnliche Diagnosen ursächlich, das sind mehr als ein Viertel aller Krankentage. Berufsgruppenübergreifend fielen Beschäftigte hingegen nur 4,9 Tage wegen „Rücken“ aus. Auch Verletzungen wie Frakturen, Zerrungen oder Schürfwunden führten mit 4,5 Krankheitstagen zu überdurchschnittlichen Fehlzeiten bei Zustelldiensten und in der Lagerwirtschaft. Der Landesschnitt habe bei 2,7 Tagen gelegen, hieß es.
In den Berufsatlas sind die Daten von mindestens 105.000 Barmer-versicherten Erwerbspersonen aus Mecklenburg-Vorpommern eingeflossen.