Bad Saulgauer Firma übernimmt Ausbau der Kongresshalle Nürnberg

Ein Generalübernehmer soll den Kongresshallen-Rundbau auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zu einem Ort der Kunst und Kultur entwickeln. Der Nürnberger Stadtrat beschloss am Mittwoch, den Ausbau des sogenannten Torsos an die Georg Reisch GmbH & Co. KG aus Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) zu vergeben, wie die Stadt mitteilte. Entstehen sollen dort „Ermöglichungsräume“ für Künstler der Freien Szenen und eine Spielstätte des Staatstheaters Nürnberg.

Am 7. Mai 2025 hatte der Stadtrat beschlossen, einen Generalübernehmer mit dem weiteren Ausbau des Rundbaus zu beauftragen und ein Vergabeverfahren einzuleiten, statt einzelne Planungsdisziplinen und Gewerke zu beauftragen. Der architektonische Entwurf stammt vom Architekturbüro LRO GmbH & Co. KG aus Stuttgart. Das Bauunternehmen und LRO zeichnen als Totalübernehmer bereits für den Ergänzungsbau im Innenhof der Kongresshalle verantwortlich.

Ausgebaut werden sollen vier Sektoren des Rundbaus zu „Ermöglichungsräumen“ für Kunst und Kultur sowie sechs Sektoren für die Spielstätte des Staatstheaters. Der Ergänzungsbau umfasst Hauptbühne, Orchestergraben, Orchesterprobenraum und Zuschauerraum. Der Neubau ist als unselbständiges Gebäude konzipiert.

Damit die Theater-Spielstätte wie geplant Ende 2028 eröffnen kann, müssen laut Stadt der Neubau und auch der Bestandsausbau fertig sein. Im historischen Bestand sind Publikumsbereiche wie Eingangshalle, Abendkasse, Foyerflächen und Gastronomie verortet sowie die Ermöglichungsräume für Kunst und Kultur. Dort können Künstler auf mehr als 7.000 Quadratmetern ihre Werke produzieren und präsentieren.

Der Entwurf lege besonderen Wert auf einen angemessenen Umgang mit dem Bestand im Hinblick auf Erinnerungskultur und Denkmalschutz sowie auf Funktionalität, hieß es. Zugleich ermögliche er die Durchlässigkeit des Gebäudes. Die Segmente des Rundbaus sollen mit transparenten Stahl-Glas-Elementen unterteilt werden. Für den barrierefreien Zugang werden Aufzüge eingebaut. Alt und Neu würden subtil verbunden. (0291/29.01.2026)

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