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Konferenz Europäischer Rabbiner lädt zur Münchner Demokratietagung

Am kommenden Mittwoch (19. November) findet die 2. Münchner Demokratiekonferenz statt. Unter dem Leitthema „Demokratie und Freiheit in Zeiten der Bewährung“ kommen führende Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften, Medien und Zivilgesellschaft zusammen, wie die Konferenz Europäischer Rabbiner am Donnerstag mitteilte. Mitveranstalter sind die bayerische Staatsregierung und die Stiftung Wertebündnis Bayern. Schirmherr ist Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Vor dem Hintergrund zunehmender Polarisierung, Desinformation und religiös motiviertem Extremismus wolle die Konferenz „ein starkes Zeichen für eine wehrhafte Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ setzen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen unter anderem Themen wie Migration und Integration, Bekämpfung von Extremismus und Antisemitismus, Stärkung von Religionsfreiheit, demokratische Teilhabe und Meinungsfreiheit. Sprechen werden unter anderem Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, der bayerische evangelische Landesbischof Christian Kopp und der Extremismusforscher Ahmad Mansour.

Die Konferenz Europäischer Rabbiner mit Sitz in München wurde 1956 in Großbritannien gegründet. Sie setzt sich ein für die religiösen Rechte der Juden in Europa, für Religionsfreiheit sowie den interreligiösen Dialog mit anderen Glaubensrichtungen, um der zunehmenden Radikalisierung in Politik und Gesellschaft entgegenzuwirken. Heute vertritt die Organisation rund 1.000 Mitglieder und 800 aktive Rabbiner. Präsident ist seit 2011 der in Zürich geborene und im Exil lebende ehemalige Oberrabbiner von Moskau, Pinchas Goldschmidt. (3560/13.11.2025)