Die kommunalen Spitzenverbände haben sich gegen ein generelles Böllerverbot ausgesprochen. „Ein generelles Verbot von Silvesterfeuerwerk ist aus Sicht der Städte nicht notwendig“, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages dem Redaktions-Netzwerk Deutschland. Die Verbände plädieren stattdessen für „Appelle an die Vernunft“. Humanmediziner sowie Tier- und Umweltschützer fordern regelmäßig ein solches Verbot, um Belastungen für beispielsweise alte Menschen und Tiere zu vermeiden.
„Wir haben allerdings beim Bund angeregt, Tier- und Naturschutz stärker in der Sprengstoffverordnung zu verankern“, sagte er. „Tierparks, Tierheime sowie Natur- und Landschaftsschutzgebiete müssen in den Katalog der Orte aufgenommen werden, in deren Nähe das Abbrennen von Pyrotechnik verboten ist.“ Wie Dedy weiter sagte, gebe es gute Gründe auf Feuerwerk zu verzichten, etwa weniger Lärm und Feinstaub, mehr Ruhe für Tiere und Anwohner, weniger Unfälle und weniger Müll. „Vorschreiben können und wollen wir das aber nicht“, betonte er.
