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Kolpingwerk Deutschland

Katholischer Sozialverband mit Geschichte: Aus den ersten Gesellenvereinen Adolph Kolpings im 19. Jahrhundert wurde ein Werk, das sich deutschland- und weltweit für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Das in Köln ansässige Kolpingwerk Deutschland ist ein katholischer Sozialverband mit bundesweit rund 200.000 Mitgliedern in etwa 2.100 Kolpingsfamilien vor Ort. Darunter sind nach eigenen Angaben etwa 34.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Kolpingjugend aktiv. Katholische und evangelische Christen engagieren sich im Rahmen des Verbandes in Gesellschaft, Politik und Kirche.

Schwerpunkte des Engagements sind die Arbeit für junge Menschen, Arbeitswelt, Familie und die “Eine Welt”. Die Arbeit des katholischen Sozialverbands vollzieht sich vor allem in den Kolpingfamilien auf Pfarr- und Ortsebene. Zu den Angeboten gehören aber auch mehr als 100 Kolpinghäuser und -hotels, Jugendwohnheime, Bildungsunternehmen sowie zahlreiche Familienferienstätten.

Traditionelle Zielgruppe waren zunächst die Handwerker. In den zurückliegenden Jahrzehnten öffnete sich Kolping auch für andere Berufsgruppen, Jugendliche und Frauen. 1968 entstand der “Kolping Sozial- und Entwicklungshilfeverein”, der innerverbandlich Hilfsprojekte für die Länder im globalen Süden koordiniert.

Der 1850 gegründete Zusammenschluss ist nach dem 1813 in Kerpen geborenen Schuhmachergesellen und späteren Geistlichen Adolph Kolping (1813-1865) benannt, der Mitte des 19. Jahrhunderts – in der Zeit des Übergangs von der ständisch organisierten Gesellschaft zur Industriegesellschaft – zum Wegbereiter für die katholische Sozialbewegung wurde und deutschlandweit mehrere Hundert Gesellenvereine ins Leben rief. 1991 wurde Kolping von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.