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Kölner Behindertenzentrum zeigt Kunstprojekt von Stipendiatin Rasch

Die Künstlerin Christiane Rasch beendet ihr sechsmonatiges Stipendium der Dr. Dormagen-Guffanti-Stiftung in Köln mit einer Ausstellung. Zu sehen sind Arbeiten, die gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Behindertenwohnheims Dr. Dormagen-Guffanti im Stadtteil Longerich entstanden sind, wie die Stadt Köln am Montag erklärte. Der Ausstellungstitel „…der Nubbel…“ bezieht sich auf eine fiktive Figur im Kölner Karneval, die als Strohpuppe zum Abschluss der tollen Tage in karnevalesken Trauerumzügen verbrannt wird.

Rasch habe durch ihre künstlerische Arbeit Räume der Begegnung, der Teilhabe und Kreativität eröffnet, erklärte Einrichtungsleiterin Margarethe Wrzosek. Mit feinem Gespür sei es ihr gelungen, Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erreichen und sie als gleichwertige Akteure in kreative Prozesse einzubinden. In dem städtischen Zentrum Dr. Dormagen-Guffanti werden mehrfach behinderte Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf in Wohngemeinschaften versorgt.

Christiane Rasch, 1971 in Krefeld geboren, lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf. Das Stipendium der Stadt Köln und die Stiftung sind nach Dr. Hubert Dormagen (1806-1886) und Anton Guffanti (1828-1904) benannt. Der Arzt Dormagen und der Mäzen Guffanti hatten beide privates Vermögen an die Stadt Köln für die Betreuung behinderter Menschen gestiftet. Seit 1997 können sich Künstler jährlich auf das nach ihnen benannte Stipendium bewerben und für sechs Monate ein Atelier auf dem Gelände beziehen.