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Klimainvestitionen fördern Wohlstand

Klimaexperten fordern von den wirtschaftsstarken Ländern der Erde mehr Investitionen zur Eindämmung des Klimawandels in ärmeren Ländern. Dies sei auch im Eigeninteresse der reicheren Staaten, erklärte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) am Mittwoch anlässlich der Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien. Klimainvestitionen würden gegen die „eskalierenden ökonomischen Klimaschäden im eigenen Land“ helfen, egal wo sie getätigt werden, da der Treibhauseffekt nicht an Grenzen haltmache. Dies stärke auch den eigenen Wohlstand.

Eine „wirklich globale Umstellung auf fossilfreie Technologien“ berge zudem ein großes Potenzial für Innovationen und Wachstum der heimischen Wirtschaft, betonte das PIK. Zusätzlich könne eine Verschiebung der globalen Kräfteverhältnisse weg von der Abhängigkeit von ölexportierenden Ländern die nationale Souveränität und Sicherheit im Bereich der Energieversorgung stärken. Für große, fossile Energien importierende Länder wäre es dabei von Vorteil, über eine Kooperation die Energiewende im globalen Süden finanziell zu unterstützen.

Um die Erderwärmung langfristig auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müssten die globalen Kohlendioxid-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf netto null sinken, hieß es weiter. Um dies in Reichweite zu halten, müssten die Investitionen in CO2-freie Energien deutlich schneller wachsen als bisher. Der weltweite Investitionsbedarf werde auf etwa rund sechs Billionen US-Dollar pro Jahr bis 2050 geschätzt. 2024 seien nur rund zwei Billionen US-Dollar investiert worden.