Kirchliche Einrichtungen wollen Innovationspreis

Verein "Plietsche Lüüd Dithmarschen"
Kirchliche Einrichtungen wollen Innovationspreis
Lotta und Fiete sind die Stars der Kita Abenteuerland aus Lunden - Privat
Heide. Wer ist nicht nur plietsch, sondern bald auch preisgekrönt? Der Verein „Plietsche Lüüd Dithmarschen“ will innovative Ehrenämtler, Vereine und Bildungseinrichtungen auszeichnen. Aus etwa 30 Bewerbungen hat die Jury elf Anwärter auf den Innovationspreis ausgewählt – dazu gehören auch zwei kirchliche Einrichtungen. Der Sieger darf sich über 1500 Euro freuen. Die evangelische Kita Abenteuerland aus Lunden hat die Jury bei der Vorauswahl damit überzeugt, wie sie Kindern und Eltern während der Pandemie beigestanden hat. Im ersten Lockdown sei die Unsicherheit groß gewesen, berichtet Leiterin Marina Eriksson. Deshalb malte sie mit ihren Kolleginnen als erste Maßnahme ein Plakat mit der Aufschrift „Wir bleiben Zuhause“ und hängte es ans Kita-Fenster. So konnten Kinder und Eltern bei einem Spaziergang sehen, dass sie nicht allein waren.

Handpuppen erwachen zum Leben

Auch im zweiten Lockdown blieb die Kita mit ihren etwa 100 Schützlingen in Kontakt – und zwar über WhatsApp. Um die Kinder zuhause zu unterhalten, erweckten die Erzieherinnen die Puppen Lotta und Fiete zum Leben. Zwei Kolleginnen spielten die Handpuppen, die fortan über das Smartphone der Eltern regelmäßig bei den Kleinen zu Gast waren. Mal berichteten sie von Geheimnissen, mal stellten sie ein Buch vor. Der Kirchenkreis Dithmarschen ist für sein Format #KircheZuhause nominiert. Als die Kirchen wegen der Pandemie keine Gottesdienste mehr feiern konnten, entwickelte der Kirchenkreis kurze Digital-Feiern für das Internet. Eine große Rolle spielte dabei die Musik.

Online-Andacht über fünf Minuten

Im Laufe der Pandemie entschieden sich allerdings immer mehr Kirchengemeinden, Gottesdienste über Youtube anzubieten. Deshalb änderte der Kirchenkreis sein Format. Seit ein paar Monaten veröffentlicht er nun kurze Videoclips, die nur etwa fünf Minuten dauern. Sie sollen die Menschen auf dem Smartphone oder am Rechner besser abholen. Info Hier kann man noch bis Donnerstag, 21. Oktober, abstimmen.
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

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