Artikel teilen:

Kirchenpräsidentin Wüst: Lasst uns ‘Hoffnungsmenschen’ sein

Die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst hat die Protestantinnen und Protestanten in der Pfalz und Saarpfalz dazu ermutigt, sich nötigen Veränderungen zu stellen. Sie müssten trotz immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen „Hoffnungsmenschen“ für andere sein, sagte Wüst am Freitag vor der in Speyer tagenden Landessynode. Sie führte in das Schwerpunktthema Priorisierungsprozess ein: Die Evangelische Kirche der Pfalz will die Weichen bis zum Jahr 2035 stellen und nimmt dabei alle Arbeitsbereiche in den Blick, um ihre Sparziele zu erreichen.

„Es geht nicht mehr und weniger als den Umbau der Kirche“, machte Wüst deutlich. Auch in Zukunft werde die Kirche trotz schwindender finanzieller und personeller Ressourcen „Kirche für andere sein“. In den kommenden Monaten werde die Landeskirche Prioritäten setzen für ihre zukünftige Form. In dem Prozess sei alles denk- und sagbar.

Ein „Patentrezept“ für die Kirche der Zukunft, die auf dem Weg zur Minderheitskirche sei, gebe es nicht: „Wir sind eine gemeinsame Suchbewegung“, sagte Wüst. Die Kirchenmitglieder dürfen nicht resignieren. „Wir werden anders Kirche, aber noch immer Kirche sein“, sagte die Kirchenpräsidentin.

In dem Prozess, den die Synode am Freitag beschließen will, stecken die Synodalen unter Beteiligung von Laien und Experten den Weg der Landeskirche für die kommenden elf Jahre ab. Vorgesehen ist ein Mindesteinsparvolumen des landeskirchlichen Haushalts von 45 Prozent – 60 Millionen Euro. Die Pfälzer Kirche wird dann möglicherweise im Jahr 2035 bei einem Budgetbedarf von dann 75 Millionen Euro nur noch halb so viel Geld für ihre Arbeit zur Verfügung haben.