Kirchenkreis startet “Erste Hilfe gegen hohe Energiekosten”

Sozialfonds
Kirchenkreis startet “Erste Hilfe gegen hohe Energiekosten”
Detlef Heese / epd
Osterholz-Scharmbeck. Der evangelische Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck bei Bremen hat zusammen mit dem Diakonischen Werk in der Region eine „Erste Hilfe gegen hohe Energiekosten“ gestartet. In diesem Zusammenhang wurde ein mit 45.000 Euro gefüllter Sozialfonds für notleidende Menschen in der Energiekrise aufgelegt. „Wir wollen als Kirche und Diakonie ein starkes Signal setzen, dass wir für die Menschen vor Ort da sind, mit den Bedürftigen mitfühlen“, erklärte Superintendentin Jutta Rühlemann. Mit dem Geld aus dem Fonds werde ein Mix aus Sachspenden, finanziellen Einzelfallhilfen und Hilfsaktionen finanziert, verdeutlichte die leitende Theologin. Die Initiative gehört zu den landesweit ersten Aktionen, die im Rahmen der Kirchenkampagne #Wärmewinter anlaufen: Die beiden großen Kirchen in Deutschland wollen die steuerlichen Mehreinnahmen aus der im September ausgezahlten Energiepreispauschale des Bundes für Menschen verwenden, die in besonderem Maß von den Auswirkungen der Energiepreiskrise betroffen sind.

Ängste lindern

So sollen beispielsweise beim Diakonischen Werk in Osterholz-Scharmbeck wassersparende Duschköpfe, abschaltbare Stromsteckerleisten, Messgeräte sowie Fensterdichtungen erhältlich sein. Das Spektrum der Ideen in den Gemeinden reiche von Wärmestuben und Mittagstischen über zusätzliche Lebensmittelangebote, Nachbarschaftshilfe und Tauschbörsen bis zur Ausgabe von Sachspenden und finanzieller Einzelfallhilfe, hieß es. Die Kirche wolle aber nicht nur beim Sparen und Finanzieren von Strom, Gas und Heizöl helfen, ergänzte Rühlemann: „Im persönlichen Kontakt und durch das dichte Netz unserer Seelsorgeangebote lindern wir Ängste und Sorgen.“ (epd)
Timo.TeggatzT
Ein Beitrag von:

Timo.Teggatz

Schrieb schon als Schüler für die Lokalzeitung über Kaninchenzüchter und mehr, während des Politik-Studiums in Kiel als rasender Sportreporter im Einsatz. Volontariat beim Schleswig-Holsteinischen-Zeitungsverlag, danach acht Jahre als Redakteur für eine Touristikzeitschrift in der Weltgeschichte unterwegs. Seit Juli 2014 bei der Evangelischen Zeitung – seit dem Start von evangelische-zeitung.de für online zuständig.

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