Wie aufgeheizt das Thema um Corona, die Maßnahmen und die Impfung bis heute ist, spüren wir als evangelische-zeitung.de täglich. Unsere Meldungen zur Diskussion um den angeblichen „Turbokrebs“ nach einer Corona-Impfung – sehr wahrscheinlich eine freie Erfindung von Impfskeptikern, in jedem Fall aber eine unbewiesene Behauptung – werden auch nach Monaten viel gelesen und diskutiert. In dieser aufgeheizten Atmosphäre ist eine vernünftige Auseinandersetzung und eine ruhige Aufarbeitung und Bewertung der während der Pandemie getroffenen Maßnahmen wirklich schwierig. Ganz erstaunlich sind dabei zwei Beobachtungen.
Sturm der Entrüstung nach Aussagen von Bischof Jeremias
Erstens: Karl Lauterbach, Projektionsfigur und Zielscheibe des Hasses von Corona-Leugnern und Impfgegnern gesteht Fehler ein und die Resonanz fällt vergleichsweise gering aus. Er sagt: „Der größte Fehler war, dass wir bei den Kindern zum Teil zu streng gewesen sind und mit den Lockerungsmaßnahmen wahrscheinlich etwas zu spät angefangen haben.“Zweitens: Als in der Kirche mutig und als Erster der Greifswalder Bischof Tilman Jeremias nach einer Veranstaltung zum Rückblick auf die Corona-Zeit sagt: „Wo wir als Kirche Ungeimpfte ausgegrenzt haben, sind wir schuldig geworden“, bricht ein Sturm der Entrüstung los, der ihn komplett überrascht. Und seither? Nichts zu hören aus der Kirche.Hat die Kirche Fehler gemacht im Umgang mit Corona-Ungeimpften? 💉
— Evangelische Zeitung (@Evangelische) March 13, 2024

