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Kinder und Kerzen: Krankenkasse warnt vor Verbrennungen

Heiße Backbleche, brennende Kerzen und Feuer im Kamin: Die AOK weist auf Gefahren für Kinder in der Vorweihnachtszeit hin. 144 Kinder bis zu zehn Jahren seien 2024 nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Schleswig-Holstein mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Besonders betroffen seien mit 79 Prozent Kinder bis zu fünf Jahren gewesen. Betroffen sind Jungen und Mädchen gleichermaßen.

„So schön die Adventszeit mit Kerzenlicht und Plätzchenbacken ist, birgt sie auch Gefahren. Vor allem kleine Kinder sind betroffen. Die meisten Unfälle können jedoch verhindert werden, wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden“, warnt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Wenn sich Kinder verbrennen, ist es laut AOK wichtig, Ruhe zu bewahren und das Kind zu beruhigen. Zuerst sollte in Brand geratene Kleidung mit Wasser gelöscht oder die Flammen mit einer Decke erstickt werden. Bei Verbrühungen müsse die mit heißer Flüssigkeit durchtränkte Kleidung rasch, aber vorsichtig ausgezogen werden. Kleinflächige Verbrennungen, beispielsweise am Finger, würden am besten mit handwarmem Wasser für zehn bis 15 Minuten gekühlt.

Bei großflächigen Verbrennungen wird laut AOK nicht gekühlt, da dies zu einer gefährlichen Unterkühlung führen kann. Besser sei es, betroffene Körperteile mit einem keimfreien Verbandtuch abzudecken. „Bei größeren Verbrennungen sollten Eltern schnell den Notruf 112 wählen“, sagte Ackermann.

Um derartige Unfälle zu verhindern, riet die Kasse, Streichhölzer und Feuerzeuge immer wegzuschließen und statt echter Kerzen LED-Kerzen zu verwenden. Heiße Getränke sollten immer weit weg vom Tischrand abgestellt werden.