Der Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart empfiehlt Bischof Klaus Krämer, aus den aktuell 1020 rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden 50 bis 80 Raumschaften zu bilden. Dies solle Verwaltungsaufgaben reduzieren sowie dem kirchlichen Leben vor Ort finanziell und personell mehr Freiräume ermöglichen und es langfristig sichern, teilte die Diözese Rottenburg-Stuttgart am Montag in Rottenburg am Neckar mit. Der Diözesanrat ist das oberste gewählte Laiengremium der Diözese.
Die Entscheidung sei der Beginn für die Überlegungen vor Ort, welche aktuellen Kirchengemeinden zusammenpassen und wie die neuen Raumschaften auch ländlichen und großstädtischen Strukturen gerecht werden können. Hierbei ist 2026 die Beteiligung aller Kirchengemeinden – auch der muttersprachlichen – vorgesehen. Welche bisherigen Kirchengemeinden sich in den neuen Raumschaften zusammenschließen, soll bis Ende 2026 entschieden werden. Bei der Leitung der neuen Raumschaften sollen neben Pfarrern auch geeignete Laien als Pfarrbeauftragte beteiligt werden.
Angesichts der rückläufigen Kirchensteuereinnahmen beschloss der Diözesanrat, die Kirchensteuerzuweisung an die Kirchengemeinden für das Jahr 2026 um 8,7 Prozent zu senken. (3091/01.12.2025)