Katholische Journalisten für klare Kante gegen Rechtsextremismus

Wer Christ ist, darf nicht Rechtsextremist sein. Eine entsprechende Erklärung der katholischen Bischöfe hat kürzlich für Aufsehen gesorgt. Auch die katholischen Publizisten in der GKP wollen hier klare Kante zeigen.

Die Gesellschaft katholischer Publizistinnen und Publizisten (GKP) will sich abgrenzen von rechtsextremem Gedankengut und völkischem Nationalismus. In einem am Samstag bei der Mitgliederversammlung in Augsburg verabschiedeten Vorschlag für eine mögliche Satzungsänderung heißt es, der Vorstand könne danach "einen Antrag auf Mitgliedschaft ablehnen oder ein Mitglied ausschließen, wenn es rassistische, fremdenfeindliche oder sonstige menschenrechtswidrige Auffassungen öffentlich kundgibt oder vertritt oder wenn es Organisationen und Parteien angehört oder unterstützt, die solche Auffassungen vertreten." Offiziell kann erst die Mitgliederversammlung 2025 eine solche oder ähnliche Satzungsänderung beschließen.

Die GKP unterstütze damit die einstimmig von der Bischofskonferenz verabschiedete Erklärung "Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar", die sich unter anderem ausdrücklich gegen die AfD und deren Positionen wendet. Der Verband stimme mit den Bischöfen überein, dass "rechtsextreme Parteien und solche, die am Rande dieser Ideologie wuchern", für Christinnen und Christen "kein Ort ihrer politischen Betätigung sein" können.

Viele Medienschaffende müssten am eigenen Leib erfahren, "wie sehr rechtsextreme Bestrebungen einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft entgegenstehen und wie ihre Vertreterinnen und Vertreter freie Berichterstattung diffamieren, einschränken und verhindern wollen".

Dass Deutschland 2023 in der Rangliste der Pressefreiheit um fünf Plätze abgerutscht ist, sei vor allem auf massiv gestiegene Aggressionen gegenüber Medienvertretern zurückzuführen. Diese habe es insbesondere im verschwörungsideologischen, antisemitischen oder extrem rechten Kontext gegeben.

Die GKP stehe für das christliche Menschenbild, Völkerverständigung und Demokratie. Schon auf dieser Grundlage "sollte es undenkbar sein, dass Menschen, die den demokratischen Rechtsstaat ablehnen, Mitglied in der GKP sind".

Der Verband wurde 1948 gegründet als eine Art Schulterschluss der verbleibenden katholischen Publizisten nach NS-Zeit und Krieg. Mit ihren gut 550 Mitgliedern versteht sich die GKP als Netzwerk christlicher Menschen, die in allen Bereichen weltlicher und kirchlicher Medien arbeiten. Als Laienorganisation in der Kirche will sie Interessen ihrer Mitglieder in der kirchlichen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit vertreten und Stellung beziehen.

👋 Unser Social Media