Die Theologische Fakultät Paderborn und die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (Katho) planen stärker zusammenzuarbeiten. Einer gemeinsamen Absichtserklärung zufolge liegt ein Schwerpunkt auf einer Weiterentwicklung des Studiengangs „Angewandte Theologie“, wie die Theologische Fakultät und die Katholische Hochschule am Mittwoch in Paderborn mitteilten. Angestrebt sei ein strukturierter Übergang des Studiengangs in die Verantwortung der Theologischen Fakultät. Angewandte Theologie soll dort ein eigenständiger Fachbereich werden.
Ziel der Kooperation sei „die Sicherung und Entwicklung eines qualitativ exzellenten und kostenfreien Theologiestudiums“, hieß es. Die Zusammenarbeit solle in Form eines wissenschaftlichen Beirats des Fachbereichs gestärkt werden. Zudem sei eine Forschungs- und Lehrkooperationen mit dem Fachbereich für Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule vorgesehen.
„Wir schaffen eine innovative Plattform, auf der die Studierenden ihre Fähigkeiten in einem vielfältigen und praxisorientierten theologischen Lernangebot entwickeln können“, erklärte der Rektor der Theologischen Fakultät, Aaron Langenfeld. Kirche und Pastoral benötigten heute Mitarbeitende, die eigene Profile ausbildeten und dabei konstruktiv, wertschätzend und auf Augenhöhe zusammenarbeiteten, erklärte der Rektor der Katholischen Hochschule, Hans Hobelsberger. Die geplante Zusammenarbeit ermögliche, daran bereits im Studium zu arbeiten.
Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) ist nach eigenen Angaben mit über 5.300 Studierenden Deutschlands größte staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft. Träger der 1971 gegründeten Hochschule sind die Bistümer Aachen, Köln, Münster, Paderborn und Osnabrück. Die vier Hochschulstandorte der katho liegen in Aachen, Köln, Münster und Paderborn. Die Theologische Fakultät Paderborn ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft des Erzbischöflichen Stuhls Paderborn.